AfD BW | Kreisverband Ortenau

 

Die Geschichte der AfD Ortenau

Der AfD Kreisverband Ortenaukreis wurde im Juni 2013 gegründet. Als erste große Herausforderung erwies sich, mit einfachsten und völlig unzureichenden Mitteln und Strukturen, von unserer finanziellen Ausstattung zu schweigen, einen Bundestagswahlkampf zu bestreiten. Trotzdem gelang es, so kurz nach unserer Konstituierung, fast 5% (4,9%) der Wähler für die AfD zu gewinnen. Es war eine bittere Erfahrung, so knapp am Einzug in den Bundestag zu scheitern, es zeigte jedoch, dass in Deutschland akuter Bedarf an einer neuen bürgerlichen Partei der Mitte bestand. Nach kurzem Durchatmen, die wir zum weiteren Aufbau unseres Kreisverbandes nutzen konnten, standen am 25.5.2014 die Wahlen für den Kreistag und das Europäische Parlament vor der Türe.

Das hieß für uns als neue, in schier übermenschlicher Anstrengung in so kurzer Zeit „aus dem Boden gestampften“ (was die Not unseres Landes allerdings gebot!) Partei: Unterstützerunterschriften sammeln! Das wird von einer Partei, die erstmals in einem Wahlkreis antritt, gefordert. In unserem Fall, als Kreisverband Ortenaukreis, mindestens 50 für jeden Kandidaten. Anschließend wurden wieder Plakate aufgehängt, und versucht, Wähler mittels Flyer-Werbung und Infoständen, meist samstags auf Märkten/Marktplätzen, von unseren Zielen zu überzeugen. Das erfreuliche Ergebnis unserer Mühen: Sven Rothmann aus Ettenheim zieht in den Kreistag ein und Taras Maygutiak erhält einen Platz im Offenburger Gemeinderat! Auch in das europäische Parlament zogen wir als Alternative für Deutschland mit 7,1% der Stimmen ein (7 Mandate).

Besonders in neu gegründeten Parteien (aber nicht nur) gibt es unter den Mitgliedern auch viele Reibungspunkte, die sich mitunter in heftigen Streitereien äußern können. Davon wurde auch die AfD nicht verschont. So kam es nach einem sehr hitzigen Bundesparteitag in Essen zum Eklat. In einer sehr emotional geführten Abstimmung wurde der Partei-Mitbegründer Bernd Lucke nicht mehr ins Präsidium des Bundesvorstandes gewählt. Was zur Folge hatte, dass er und seine Unterstützer die AfD am Tag danach verließen und eine inzwischen in die völlige Bedeutungslosigkeit und ihres Namens verlustig gegangene Splitterpartei gründeten, was von vielen unserer Mitglieder bedauert wurde. Im Nachhinein stellte sich diese Spaltung jedoch als durchaus heilsam für den Zusammenhalt und den Frieden in der Partei dar. Leider wurden auch in diesem Fall die Mandate der „Überläufer“ im EU-Parlament nicht zurückgegeben.

2016 schließlich errangen wir, nach einem Wahlkampf, der wohl als einer der schmutzigsten (zumindest aus der Sicht der AfD) in die Geschichte der Bundesrepublik eingehen wird, ein fulminantes Wahlergebnis: drei Jahre nach der Gründung in Baden-Württemberg mit 15,1% der Wählerstimmen abzuschneiden ist rekordverdächtig, zeigt, wie stark das Bedürfnis nach einem Politikwechsel der Bürger im Land ist. Wir hätten uns vor drei Jahren nicht träumen lassen, dass wir so schnell so stark zu werden vermochten. Unserem Kandidaten Stefan Räpple für den Wahlkreis Kehl gelang der Einzug in den Landtag. Insgesamt 23 Sitze für die AfD im Landtag sind ein scharfes Schwert und eine deutliche Kampfansage an die etablierten Parteien. Man kann nun mit den Mitteln der parlamentarischen Opposition im Landtag unseren Zielen Nachdruck verleihen, Anfragen stellen, Gesetzesentwürfe einbringen, Untersuchungsausschüsse auf den Weg bringen, und natürlich, für uns enorm wichtig, Erfahrungen in parlamentarischer Arbeit sammeln!

Im Oktober 2016 wurde Taras Maygutiak im Wahlkreis Offenburg (Nr. 284) als Direktkandidat für die Bundestagswahl 2017 gewählt.

Im November 2016 fand in Kehl der Nominierungsparteitag für die Bundestagswahl 2017 statt. Unser Mitglied Thomas Seitz (Lahr) wurde von der Versammlung auf Platz 5 der Landesliste gewählt. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Vertreter der AfD aus der Ortenau im nächsten Jahr in den Bundestag einzieht, ist somit hoch.

Am 13.01.2017 wurde in Rheinau der Ortsverband Nördliche Ortenau gegründet - ein Zeichen für gelebte Demokratie in der Ortenau.