Maulkorb? Niemals!
"Man hätte gerade meinen können, Sie hätten die Frau bei der Unionsrampe umgebracht" - so und so ähnlich bekam ich nach der Gemeinderatssitzung von Zuschauern zurück gespiegelt, wie sie die inszenierte Hatz aus den Fraktionen der freien Wähler, der Grünen, der SPD und des OB gegen meine Person wahrgenommen hatten. Ich konnte diesen Bürgern nicht widersprechen. Für die, die die Geschichte nicht kennen: Am Abend der Tat bin ich in der Stadt unterwegs gewesen. Kurzerhand entschloss ich mich, mir selbst ein Bild von der Situation zu machen und begab mich in Richtung Tatort. Dort nahm ich ein Filmchen auf und berichtete kurz, was mir die Polizeipressesprecherin zu diesem Zeitpunkt sagen konnte. Die Grünen und die Freien Wähler phantasierten mir gleich boulevardeske Blaulicht-Aufnahmen in den Film. Das ist glatt gelogen. Nicht einmal ein einziges Einsatzfahrzeug ist in den Aufnahmen zu sehen. In dem Film gab ich zudem meine Verärgerung wieder, dass es nach einem Vorfall in einer Flüchtlingsunterkunft und einem weiteren in der Südstadt an den Tagen zuvor schon wieder Ärger in der Stadt gab. Die Kommentarfunktionen zu Artikeln zu den Vorfällen waren beim Offenburger Tageblatt Stunden zuvor deaktiviert worden. Zu eindeutig waren wohl die Kommentare dazu ausgefallen. Das war im Übrigen einer meiner Hauptbeweggründe, selbst vor Ort zu gehen. Besonders übel nahm man mir, dass ich mich als Bundestagskandidat vorgestellt hatte. Gute Güte, soll ich mich als der nette Junge von nebenan vorstellen? Die Mittelbadische Presse hatte ein ähnliches Filmchen (allerdings mit Einsatzfahrzeugen) gedreht (5475 Aufrufe). Mein weniger spektakuläres Filmchen brachte es bislang auf 7100 Aufrufe. Das nur am Rande. Dass der Oberbürgermeister und einige CDU-Stadträte in trauter Eintracht mit den anderen Fraktionen und der linksextremistischen Antifa im Wahlkampf gegen die eigene CDU, den eigenen Kanzlerkandidaten sowie die AfD demonstrierten, schien indes keinen zu stören. Auch nicht, dass man uns am von der Polizei geschützten AfD-Infostand aus der Demo heraus den Tod wünschte und uns mit Hasstiraden überzog. Wir lassen uns auch künftig keinen Maulkorb verpassen. Niemals!