Dass Bürger sich in der Stadt in vielen Situationen nicht mehr sicher fühlen "ist eigentlich rein subjektiv und nur gefühlt und so", ist der angewandte Sprech sinngemäß von offizieller Seite. Bahnhof? Freizeitbad? Nein, da kann man getrost weitergehen, da gibt es nichts zu sehen. Der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) lässt noch auf sich warten, wahrscheinlich wird für die künftige Beschlussvorlage noch ausgeknobelt, wie viele Sozialpädagogen auf neu geschaffene Streetworker-Stellen verteilt werden können, um uniformierte KOD-Leute fürs Präsenz-Zeigen einzusparen. Jugendliche auf den Straßen, die im Pulk auftreten und meistens keine Namen wie Leon oder Lukas tragen, haben vielleicht nur nie einen richtigen Spielplatz gehabt und wollen einfach subventioniert betüddelt werden. Ich sehe das zwar gründlich anders, aber vielleicht leide ich ja nur an einer selektiven Wahrnehmungsstörung. Im letzten Verkehrsausschuss bekamen wir nämlich von offizieller Seite aufgetischt, wo das Sicherheitsproblem in Wahrheit liegt: Bei den 50 km/h-Rasern und den Falschparkern. Den erhöhten Parkdruck hat man übrigens selbst geschaffen, indem Parkplätze beseitigt wurden. Vermutlich, um irgendwelche Fördermittel-Kriterien zu erfüllen. Der Gemeindevollzugsdienst (GVD) soll jetzt personell aufgerüstet werden. Keiner soll mehr sicher sein vor den Knöllchen-Sheriffs.Man will auf Nummer Sicher gehen, dass die erhöhten Parkgebühren auch tatsächlich flächendeckend eingetrieben werden. Da soll nach Möglichkeit kein Euro durch die Lappen gehen. Und wenn mittelfristig dadurch immer weniger Menschen in die Innenstadt kommen? Egal, Sicherheit geht vor!. In verrückten Zeiten wie heute, in denen man das Geschlecht von jetzt auf nachher nach Belieben wechseln kann und eine Richterin, die Abtreibungen im neunten Monat und eine Impflicht als völlig normal ansieht, ins Bundesverfassungsgericht strebt, könnten wir ja auch beim GVD völlig neue Ansätze verfolgen, habe ich mir überlegt. Ehrenamtliche Streetworker könnten subventionierte Gutscheine für die Geschäfte der City-Partner an Falschparker verteilen - also völlig kostenneutral beim Personal. Der pädagogische Ansatz: Der Gutschein kann nur in Verbindung mit einem Parkticket eingelöst werden. Die Gutscheine werden gegenfinanziert durch die GVD-Stellen, die wir durch die Aktion einsparen. Bin ich nicht toll? Jetzt behaupte noch einer, ich sei nicht kreativ


