"Aktivismus" ist etwas anderes!
Man stelle sich vor, die SPD oder die Grünen würden in der Oberrheinhalle einen Landesparteitag abhalten und die AfD würde zu einer Gegendemonstration zu dieser im Parteienrecht verankerten Veranstaltung aufrufen. Das Geschrei wäre groß. Noch größer wäre das Geschrei, würden sich unter die Demonstranten gewaltbereite Neonazis mischen, die Polizei attackieren und sagen wir mal 53 Polizisten verletzen. Ich korrigiere: da gäbe es nicht nur "Geschrei", das hätte das Zeug, der "rauchende Colt" in einem Parteiverbotsverfahren zu sein. Ganz sicher! Tatsächlich geschah bekanntermaßen etwas anderes. Anfang März 2023 hielt der AfD Landesverband Baden Württemberg in der Oberrheinhalle einen Parteitag ab. Nachdem die SPD-Gemeinderatsfraktion einen rechtswidrigen Antrag gestellt hatte, diesen Parteitag zu untersagen, riefen die Sozis, die Grünen und die üblichen Verdächtigen der selbsternannten Antirassisten hilfsweise zur Gegendemonstration auf. "Demonstration" hieß die nette Verpackung des linken Straßenterrors, der folgte und bei dem 53 Polizeibeamte verletzt wurden. Das juristische Nachspiel läuft noch, ein Haupttäter wurde nun am Amtsgericht Offenburg zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Ob das Urteil rechtskräftig wird, bleibt abzuwarten. Interessant war auch die Tonlage, in der so mancher Journalist berichtete. Von "Aktivisten" war da die Rede. Als ob da jemand bloß habe spielen wollen. Bemerkenswert ist übrigens auch, dass sich innerhalb der ganzen Zeit keiner derer, die in Offenburg zu der "Demo" aufgerufen hatten, je von den Gewalttaten deutlich distanziert hat. Die Gewichtung des Prozesses in der Tagespresse zeigt übrigens deutlich auf, wie linkslastig heutzutage alles verrutscht ist. Kann man wochenlang einen bewusst falsch interpretierten Facebookpost von mir und das völlig unverhältnismäßige Urteil dazu in der Presse Ortenau-weit plattwalzen, so gab es zu den schweren Körperverletzungen an den Polizisten eine marginale und verschämte Meldung auf der dritten Lokalseite des OT. Der Richter musste den Gerichtssaal von linken Antifa-Störern räumen lassen. Ich würde mir wünschen, er bekäme nach dieser Erfahrung für sich sortiert, welchen ideologisch verrannten Gestalten meine Kritik auf Facebook galt. Es war der gleiche Richter, der "mein" Urteil gesprochen hatte. Da läuft allerdings noch die Berufung.


